In Folge 97 "auf der Spur der Silberdiebe" lernen die Fünf Freunde Gaunerzinken kennen. Die entsprechende Stelle im Hörspiel kannst du dir hier anhören.
Wie du gehört hast, sind Gaunerzinken also Zeichen, die von Gaunern verwendet wurden, um untereinander Informationen auszutauschen. Doch was bedeutet „Zinken“ eigentlich?
Der Ausdruck "Zinken" erschien etwa im 18. Jahrhundert, und zwar in Wort-Zusammensetzungen wie Zinkenplatz (wo sich Diebe treffen), Zinken stechen (Zeichen geben), abzinken (kennzeichnen), Zinkfleppe (Steckbrief) oder abgezinkt sein (erwischt, erkannt worden sein).
Die Zinken wurden mit Kreide, Kohle oder Rötel (das ist ein roter Farbstoff) gezeichnet oder direkt in den jeweiligen Untergrund eingeritzt. Sie wurden an Orten angemalt, die auch von anderen Gaunern gut zu finden waren. Also zum Beispiel auf Toiletten in Wirtshäusern oder Bahnhöfen, an Ortseingängen und -ausgängen oder an Kirchen- und Klostermauern.
Die Gaunerzinken (Beispiele siehst du rechts) bildeten die größte Gruppe der Mitteilungszinken. Komplizen konnten damit angeworben werden, Nachrichten über Verhaftungen, Flucht, Geständnisse oder Verrat wurden verbreitet, aber auch Informationen über geplante Straftaten.
Gibt es auch heute noch „Zinken“?
Ja, solche Kennzeichnungen wurden zum Teil in Zusammenhang mit Bettelei und Wohnungseinbrüchen gefunden. In den 1990er Jahren und seit 2009 sollen in Österreich Einbrüche in Verbindung mit Zinken aufgetreten sein. Die Presse zitiert jedoch auch einen Experten, der erklärt, dass kein Fall bekannt sei, „in dem ein Einbruch aufgrund eines ‚Gaunerzinkens‘ begangen wurde“.
Eine sehr moderne Variante mit alten Mitteln ist außerdem das so genannte ‚WarChalking‘ (engl. Chalk = ‚Kreide‘), bei dem offene oder öffentlich zugängliche WLAN-Netze gekennzeichnet werden.
Wie du gehört hast, sind Gaunerzinken also Zeichen, die von Gaunern verwendet wurden, um untereinander Informationen auszutauschen. Doch was bedeutet „Zinken“ eigentlich?
Der Ausdruck "Zinken" erschien etwa im 18. Jahrhundert, und zwar in Wort-Zusammensetzungen wie Zinkenplatz (wo sich Diebe treffen), Zinken stechen (Zeichen geben), abzinken (kennzeichnen), Zinkfleppe (Steckbrief) oder abgezinkt sein (erwischt, erkannt worden sein).
Die Zinken wurden mit Kreide, Kohle oder Rötel (das ist ein roter Farbstoff) gezeichnet oder direkt in den jeweiligen Untergrund eingeritzt. Sie wurden an Orten angemalt, die auch von anderen Gaunern gut zu finden waren. Also zum Beispiel auf Toiletten in Wirtshäusern oder Bahnhöfen, an Ortseingängen und -ausgängen oder an Kirchen- und Klostermauern.
Die Gaunerzinken (Beispiele siehst du rechts) bildeten die größte Gruppe der Mitteilungszinken. Komplizen konnten damit angeworben werden, Nachrichten über Verhaftungen, Flucht, Geständnisse oder Verrat wurden verbreitet, aber auch Informationen über geplante Straftaten.
Gibt es auch heute noch „Zinken“?
Ja, solche Kennzeichnungen wurden zum Teil in Zusammenhang mit Bettelei und Wohnungseinbrüchen gefunden. In den 1990er Jahren und seit 2009 sollen in Österreich Einbrüche in Verbindung mit Zinken aufgetreten sein. Die Presse zitiert jedoch auch einen Experten, der erklärt, dass kein Fall bekannt sei, „in dem ein Einbruch aufgrund eines ‚Gaunerzinkens‘ begangen wurde“.
Eine sehr moderne Variante mit alten Mitteln ist außerdem das so genannte ‚WarChalking‘ (engl. Chalk = ‚Kreide‘), bei dem offene oder öffentlich zugängliche WLAN-Netze gekennzeichnet werden.






